Albrechts Puppenhauswerkstatt
Albrechts Puppenhauswerkstatt

Bauplan Ravensburger Verlagsanstalt, 1908

Jeder kennt die Bilder, wenige haben es gesehen- das Puppenhaus gebaut nach dem Bauplan der Ravensburger Verlagsanstalt von Otto Maier. Unter anderem werden verschiedene Gesellschaftsspiele( Puppenmütterchens Nähschule ab 1894), so auch in der Reihe " Spiel und Arbeit" Baupläne zur Eigenherstellung von Puppenhäusern und Puppenmöbeln angeboten.

 

 

Originalbauplan des Puppenhauses, unbenutzt im Original Klappdeckel

Endlich haben wir ihn bekommen können, den Bauplan für dieses wunderschöne Puppenhaus. Mit der einzigartigen , schön gegliederten Fassade und den 4 Giebeln !

Die Grundfläcke, ca. 80 x 120 cm und mit einer Haushöhe von ca. 110cm sind in diesem Haus Läden untergebracht, Wohnräume und das Dachgeschoß für das Hauspersonal ausgebaut. Einzigartig, das Haus besitzt keine Rückwand; kann also mitten im Zimmer aufgestellt werden und hat mit den Fassaden eine wunderbare Ansicht.  Über alle 4 Seiten bespielbar und zugänglich; alle Zimmer sind miteinander verbunden und über die Treppe ist die obere Etage zugänglich.

 

Die ersten Gedanken galten der Materialauswahl, der Konstruktion des Hauses und der Gestaltung der Fassade.

Hierbei erschien es uns wichtig, das nur Material welches zu dieser Zeit gebräuchlich war, verwendet werden sollte.

Das heist, möglichst Massivholz  in unterschiedlichen Stärken und Ausführungen; historisches Fensterglas für Fenster als Klarglas oder als Ätzglas für Türscheiben;  und das alles sollte in alter Manier und Handarbeit hergestellt  werden. Demzufolge wurden alle Teile, welche als Verzierung gebraucht wurden oder in geschwungener Form sichtbar sind mittes einer Laubsäge Stück für Stück von Hand gefertigt. Auch wenn es hierbei schwierig war, mehrere gleiche Teile zu fertigen; jedes Teil ist in sich ein Unikat und unterscheidet sich in kleinen Unregelmäßigkeiten von anderen Teilen. Dies aber sehen wir nicht als Makel an; hierbei  wird die Einzigartigkeit des Stückes sichtbar und schadet nicht dem Gesamteindruck !

 

Der Zuschnitt der ersten Wände, das aneinanderfügen der Wandecken und das verzapfen im Bodenbrett waren mit die ersten Arbeiten . Alles mußte nur provisorisch gesteckt werden; da immer neue Wände eingearbeitet werden mußten und Fensteröffnungen nur geschnitten werden konnten wenn das Werkstück frei lag. Durch die Vielzahl der Mauerecken, Anordnung der Zugangstüren  war es manchmal besonders schwierig, da die Fassade nur für die Türen an gewissen Stellen geteilt werden konnte.

Das, was hier in kurzen Sätzen wiedergegeben wird, dauerte natürlich unzählige Arbeitsstunden und zog sich über Wochen hinweg.

Es sollte das Haus in 3 Teilen wieder nach Fertigstellung zerlegbar sein; ohne das das äußerlich an der Fassade störend sichtbar wäre. Außerden sind die Decken doppelt ausgeführt, vorbereitet für die spätere Verlegung der Lichtleitungen.

Die ersten Wände sind gesetzt, verzapft im Bodenbrett. Fensteraussparungen sind zu sehen und die Lage der Zwischendecke

Die Fenster für Wohnung, Laden und Dachausbau ( ca.40 Stück !) müssen aus jeweils 3 Flächen/ Teilen gefertigt werden.

Außen kommt das Fenstergewände, darauf innenliegend der Fensterrahmen; eine Echtglasscheibe aus handgefertigten Flachglas, und innen ebenfalls ein Fensterrahmen deckungsgleich. Alle Fenster erhalten einen profilierten Kämpfer( obere und untere Glasscheibe; zum Teil auch noch Sprossen. Alle diese Teile werden vorgefertigt und müssen je nach Baufortschritt eingesetzt werden. Mit Lage der Fenster wird die Zimmeraufteilung bestimmt, ebenfalls sind Innenwände und Türöffnungen der Innentüren zu setzen . Dies alles  geschieht, während die Hausteile immer wieder auseinander- und wieder zusammengebaut werden müssen.

Die Zwischendecke soll wegen der späteren Verlegung von Stromkabel doppelt, also zugänglich werden. Dies ist bereits eine Herausforderung, da jede Etage auch im Fertigzustand abgenommen werden kann. Ebenfalls mit Erstellen der Hauswände muß das Treppenhaus, von der unteren Etage in die obere Etage mit gefertigt werden. Treppe, Wandvertäfelung und Innentüren im Treppenhaus werden aus Massiveiche aufwendig gefertigt.

Äußere Fenstergewände, Rohzustand für Laden und Wohnung, Balkongitterteil

Detail Treppe und Treppenhaus aus eigenen Entwürfen im Rohzustand

Einige Teile zusammengestellt und eingepasst- das Treppenhaus

So langsam nehmen alle vorgefertigten Teile , sofern diese zusammengesteckt sind, auch die Form des Hauses an. Auch wenn an den beiden Etagen immer noch Teile zugeschnitten

und eingepasst  werden müssen, so ist es Zeit mit den Einzelteilen für das Dach zu beginnen. Dies ist notwendig, da viele Teile verleimt werden müssen und ein fortlaufendes Arbeiten bei vielen Teilen nicht möglich ist.

Für das Dachgeschoß ist es wichtig, zuerst die Giebelseiten zu fertigen . Da der Zugang zu den späteren Zimmern über eine Tür in der Fassade erreicht werden soll, welche über 2 Etagen angeordnet ist. Wichtig ist auch dabei, das die Anordnung der Fenster und die späteren Fassadenelemente die Lage der Tür vorgeben. Also werden 2 Hauptgiebel gleicher Ausführung und zwei weitere Nebengiebel angefertigt.

Hier die Form der Giebel; schön zu sehen die späteren Konturen der Zierteile . Dazu wurden Laubholzanleimer angesetzt und sauber ausgeschnitten.

Hier zusehen auch die Kranzleiste, welche den Übergang der Hausfassade in den Dachaufbau darstellt. Besonders schwierig ist auch hierbei die Fertigung der vielen Eckausbildungen und Mauerversätze des Hauses, welche jedoch in der Gestaltung des Hauses einen typischen Charakter einer Villa wiederspiegeln.

Nacheinander werden nun die Zwischendecke des Obergeschosses und des Daches eingepasst in die nun fertigen Außenwände des Hauses. Die Teile der Kranzleiste werden verleimt und darauf finden die vorgefertigten Hausgiebel ihren Platz.

Die beiden unteren Etagen sind soweit auch fertig und endgültig verleimt; die Innentüren sind eingesetzt und es warten  die Fassadentüren  welche den  Einblick in die Zimmer

gewähren auf deren Montage.

Nach Erstellung beider Hauptgiebel erfolgt nun die Dachfläche, welche beide Giebel verbindet; das gleiche geschieht mit der Fertigung beider Dachflächen zu den Nebengiebeln.

Bevor jedoch die Dachflächen verleimt werden, müssen einige Wände für die späteren Zimmer im Dach noch vorbereitet und eingebracht werden.

Nun endlich ist es soweit- alle Teile zusammengefügt ergeben das Bild des Hauses !

Auch wenn man glauben möchte, das Haus sei fertig, so habe auch ich nicht geglaubt, das durch die Vielzahl von noch anzubringenden Teilen  noch viel Zeit und Gedult nötig sind bis zur Fertigstellung !

Die vorgefertigten Fensterteile werden nun farblich behandelt; die Fassadenflächen müssen vorbereitet werden; die Zierteile der Giebel und die Fenstergewände sind zu streichen. Ich habe mich nun entschieden, alle Fassadenteile welche ursprünglich

in der Realität aus Sandstein oder Granitstein gefertigt wurden

hier im Grauton und glanzlos zu behandeln. Die Fenster sollen im klassischen weiß sein; dazu abgesetzt die Fenstergewände

in rotbraun. Der restliche Teil der Fassade, die geraden Putzflächen  sollen ein helles Ocker erhalten.

Nachdem alle Putzflächen und Zierteile der unteren Etagen ihre Farbe erhalten haben, werden die Fenster eingesetzt und die Fenstergewände angebracht. Die vier Giebel werden ebenfalls

so vorbereitet; jedoch müssen hier noch die vorgefertigten vielen verschiedenen Zierelemente zuletzt aufgebracht werden.

Auch das erweist sich teilweise als schwierig, da alle Teile vorgefertigt wurden und genau wieder den Platz bekommen müssen, an dem sie angearbeitet wurden.

Es ist nun eine schöne Zeit, in welcher man täglich die Veränderung des Hauses sehen kann. Dies war zeitweise nicht so, da vergingen einige Wochen eh man eine sichtbare  Änderung der Hausstruktur sehen konnte.

Es beginnt die farbliche Gestaltung der Fassade         und  ..................

........... Fenster, Fassadenteile usw. können  nun angebracht werden !

Als nun letzte Arbeit, nachdem die Fassade fertiggestellt ist, erfolgt das Aufbringen des Dachbelages; natürlich Dachziegel im klassischen Rotton ! Die kleinen Dachgauben und der Schornstein ergänzen noch das Bild und die Fertigstellung des Hauses , die  somit ( äußerlich ) erreicht  ist !

Unzählige Stunden an Arbeit, Fehlversuchen und Änderungen

bis manchmal hin zur Verzweiflung galt es hierbei zu überwinden bevor dieser Anblick der fertigen Villa möglich waren !

 

Mittlerweile ist nun auch die Einrichtung des Hauses weiter fortgeschritten. An den verschiedenen Tapeten ist zu erkennen, welche Räume zu welchem Zwecke genutzt werden sollen. Die Wand/ Bodentapeten sind teilweise mit Originaltapeten bzw. hochwertigen Repros belegt.

Im Untergeschoß ist ein Geschäft mit Waren von Erhard & Söhne- Goldblechwaren aller Art , eingerichtet; der andere Laden ist noch frei.

In der Wohnetage ist eine Küche; eine Wohnstube und ein Arbeitszimmer vorhanden; ein kleines Schlafzimmer mit einem Bett. Während in der Wohnstube das Interieur aus Eichenmöbelchen mit geschmackvollen Messingverzierungen ( um 1900) zu sehen sind , ist das Schreib oder Arbeitszimmer mit sehr schönen Boulemöbelstücken ausgestattet.

Bett , Nachtschränkchen und Frisiertisch in der Schlafstube sind dem Hersteller P.Leonhard unschwer zu zuordnen.

Direkt über das großzügig gestaltete Treppenhaus kann man in der oberen Etage direkt in einen kleinen Raum gelangen; welcher mit Blechteilen als Bad ausgestattet ist. Hier zu sehen sind ein seltenes Badutensil; Wanne und Brause  und eine Toilette ( Märklin?). Spontanisch und einfach  eingerichtet im Stil nach 1900.

Nicht ganz einfach ist es geeignete Lampen für die Räume zu finden. Hierbei haben wir zum Teil auf gut gemachte Repros zurückgegriffen; welche von originalen Lampen aus dieser Zeitepoche kaum zu unterscheiden sind. Altes Material; Messingblech in Form und Glasperlen lassen die Lampen verblüffend echt wirken !

 

Immernoch auf der Suche nach geeigneten Möbelteilen werden in den kommenden Wochen auch die übrigen Zimmer noch ausgestattet werden. Dabei kann es jedoch auch vorkommen, das die bestehende Einrichtung teilweise geändert/ getauscht oder ergänzt werden muß !

Lassen Sie Sich einfach überraschen !

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       10-16 Uhr

Alles rund um Spielzeug,

Puppen und Puppenstuben !

    Wir sind dabei !

 

      

 

 

 

 

 

 

 

 

Chemnitz/Röhrsdorf , EinkaufsCenter

Innenbereich, an der "Blumeninsel"

jeden 2. Sonntag im Monat,

ab Februar wieder !

( Teilnahme ist witterungsabhängig! )

 

 

 

 Zum Puppenfestival                in  Sonneberg

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25. Mai Sonneberg,

 Parkplatz/   Nähe Busbahnhof/Innenstadt

27. Mai  Sonneberg,

Standplatz  Bahnhofstraße/Innenstadt

 

 

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Termin   2.September

35418 Alten-Buseck            b.Gießen

 11-17.00 Uhr    

 

 

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Standplatz  Promenadenstraße/ Ecke Postamt

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